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SIMONSWALD Zweribachwasserfälle

Die Zweribachwasserfälle im oberen Simonswälder Tal zählen zu den schönsten Wasserfällen des Schwarzwaldes. Sie liegen inmitten eines Naturschutzgebietes und Bannwalds. Bäume wachsen und sterben, ohne dass der Mensch die Motorsäge anlegt. Schon der zwei Kilometer lange Aufstieg ist ein unvergessliches Erlebnis.

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Das Video zeigt einen Besuch der Zweribachwasserfälle bei Simonswald im Schwarzwald. Bild antippen und genießen!

Der Pfad führt an kleinen Höfen vorbei, die förmlich an den steilen Hängen kleben. Allerdings ist eine gute Kondition erforderlich, denn der Weg ist steil und erfordert einige Kraftanstrengung. Belohnt wird der Anstieg mit einem einmalig schönen Naturschauspiel.

Gutes Schuhwerk und ein langer Atem sind erforderlich, wenn der Fußmarsch vom Wildgutacher Waldparkplatz hinauf zu den Wasserfällen nicht zur Qual werden soll. Der Weg ist steil, steinig und an manchen Stellen kaum breiter als ein Trampelpfad. Dafür dringen große Ausflugsgesellschaften kaum bis zu den Wasserfällen vor.

Die Zweribachwasserfälle liegen 20 Kilometer östlich von Freiburg. Über die etwa 40 Meter hohen Wasserfälle stürzt der Zweribach ins Simonswälder Tal, wo er in die Wilde Gutach mündet.

Der Schwarzwald ist für seinen Reichtum an Wasserfällen bekannt, eine Folge der oft großen Höhenunterschiede auf kurzer Distanz unterhalb von Hochtälern. An der 300 bis 700 Meter abfallenden westlichen Talflanke des Simonswälder Tals haben die starken eiszeitlichen Vergletscherungen besonders steile Karwände entstehen lassen. In das mit über 300 Metern Tiefe größte dieser Kare stürzen die oberhalb in flachwelligen Hängetälern laufenden Bäche Zweribach und Hirschbach über Wasserfälle. Aus dem südlicheren Hirschbachtal kam der einstige Hauptgletscher des Talkessels; seine nördliche Seitenmoräne durchzieht den Talkessel unterhalb der Zweribachfälle. Diese liegen in der Karwand auf etwa 800 Metern Höhe und sind dreistufig, mit Fallhöhen von 8 Metern, knapp 3 Metern und zuletzt 15 Metern.

Anreise

Die Zweribachwasserfälle werden besonders an Wochenenden von Wanderern stark frequentiert. Am kürzesten ist ein ausgeschilderter Zugang über den Parkplatz in Wildgutach am Ende des Zweribachwegs bei der Zweribachbrücke / Hirschwinkelweg. Von dort stetig aufwärts gehend, biegt man nach einer Linkskehre rechts ab und gelangt am Bruggerhof vorbei zur Hofstelle des abgebrannten Brunehofs mit Mauerresten, einer Kapelle und einem Vesperplatz mit Schutzhütte. Nach einem Abzweig links zu den 0,6 km entfernten Hirschbachfällen führt der Felssteig gesichert und über Stufen durch den Bannwald zu den Wasserfällen. Der Weg quert sie über eine Stahlbrücke und führt dann in Serpentinen bergauf zur Platte.

Brunehof von 1730 bis 1984

Auf dem Weg von Wildgutach hinauf zu den Zweribachwasserfällen wird kurz vor den Wasserfällen eine Lichtung mit Schutzhütte und Ruhebänken erreicht. Hier stand einst der Brunehof. Letzte Mauerreste sind noch immer deutlich sichtbar im Gelände zu sehen. Zum Brunehof gehörte eine Fläche von 153.000 qm (15,3 ha). Dies entspricht ungefähr 21 Fußballfeldern. Der Hof verfügte über ein Backhaus, eine Getreidemühle am Hirschbach und die noch erhaltene Kapelle.

Der Zweribach trennte als natürliche Grenze das Waldgebiet. Im Mittelalter kamen die Wälder im Zweribachkessel in Klosterbesitzh. Der größere südliche Teil gehörte zum Kloster St. Peter, dem die Siedler später zinspflichtig wurden. Der kleinere nördliche Teil war im Eigentum des Klosters St. Magarethen in Waldkirch.

1592 vergab das Kloster St. Peeter Siedlungsrechte an Holzknechte aus Österreich, die das Land als Lehen erhielten. Sie rodeten den Wald und beförderten das Holz auf dem Wasserweg zu einem Eisenwerk in Simonswald. Ihre Namen verschwanden im 18. Jahrhundert aus den Erblehensbüchern. An ihre Stelle traten Einheimische, die die Fläche des gerodeten Waldes landwirtschaftlich nutzten. Der Ertrag reichte kaum zum Überleben, so dass sie als Uhrengestellmacher und später als Waldarbeiter ihren Lebensunterhalt bestritten. Dennoch war ihr Verdienst so gering, dass sie im Jahre 1900 wegen Verschuldung ihre "Gütleich" an den badischen Staat verkaufen mussten, aber als Pächter weiterhin bewohnen durften.

1934 erhielt der Hof Stromanschluss. Ab 1957 wurde der Brunehof als Ferienhaus genutzt. Der Brunehof ist am 4. März 1984 abgebrannt.

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